Wunder der Natur - Partnerschaft

Es ist nichts Besonderes, daß es vorkommt, daß manchmal Tiere  Pflanzen gefangen nehmen. Sämtliche Tiere haben Pflanzen auf die eine Art indirekt oder direkt ausgebeutet.
Manchmal halten sich Pflanzen ihre Tiere, zum Nutzen der Pflanzen.
Kommen wir zum Beispiel zu den Akazien.
Akazien schützen sich vor Angriffen und Bissen mit ihren spitzen Dornen. Doch es gibt Tiere denen Dornen nichts ausmachen. Einige Tiere des Waldes werden durch die Dornen abgewehrt oder abgeschreckt, aber für viele Tiere sind sie kein Hindernis.  Also haben die Akazien sich die Ameisen zu Nutzen gemacht. Die Akazienbäume  haben Wächter. Es sind die Ameisen. Ihre Bisse können sehr schmerzvoll sein, und ob Tier oder Mensch sollte man einen großen Bogen um sie machen.
Akazien versorgen die Ameisen mit süßem Necktar. Auch halten die Akazienbäume eine Behausung für die Ameisen bereit. Diese befinden sich an den Nebenblattdornen. 

Die gewaltigen Akazienbäume mit ihren sehr langen, spitzen Dornen  produzieren an den Spitzen der Blätter Kügelchen. Es sind sogenannte Nährstoffpakete für die Armeisen und ihre Brut. 
Als Gegenleistung verteidigen die Ameisen ihren Akazienbaum sehr intensiv und nachdrücklich. Sollte ein Eindringling sich dem Baum nähern, stürmen die Ameisen herbei und attakieren den Eindringling aufs schärfste. 
Jedes Insekt was auf dem Akazienbaum landet, bekommt es mit diesem Ameisentrupp zu tun. Die Ameisen schützen auch ihren Baum vor konkurierenden Pflanzen.
Keimlinge die um die Akazie herumwachsen oder ihre Ranken um den Baum schlingen, werden sofort von den Ameisen verwüstet.
Es werden regelmäßige Konntrollgänge von den Ameisen auf dem Stamm und in unmittelbarer Umgebung durchgeführt.
Ameisen fressen die Pflanzen nicht, sondern kauen sie zu Tode. Gelingt es, trotz Kontrollen der Ameisen, einer Pflanze,  ihre Ranke um den Akazienbaum zu schlingen, erfährt der Eindringling die gleiche Behandlung. 

Kommen wir nun zu einer anderen Pflanze. 

In Neuguinea wächst eine Pflanze auf fremden Bäumen heran. Sie wird nicht ohne Grund Ameisenpflanze genannt.
Diese Ameisenpflanze ist noch viel gastlicher und hat einen Teil ihres Stammes sogar aufgebläht und bildet ein richtiges Haus. Sie wächst auf dem Stamm. Ameisen laufen  auf der Borke hin und her. Die Behausung der Ameisen, die die Pflanze bereitgestellt hat, ist mit vielen Gängen durchzogen, die dafür Sorge tragen, daß es voll Klimatiesiert ist. Man kann sich durchaus vorstellen, daß dies wohl der wichtigste Aspekt in den Tropen ist, denn im Inneren befindet sich die Kinderstube mit ihren Larven und Puppen.
Die Larven werden in Räumen mit glatten Wänden aufgezogen. In den Gängen befinden sich sogenannte Müllhalden oder besser noch, Mülldeponien.
Arbeiterinnen sind täglich damit beschäftigt, Ausscheidungen von der Kolonie in die Deponie zu transportieren.  Diese Kammern werden nicht nur für Ausscheidungen der Kolonie benutzt, sondern dienen auch als sogenannte Leichenhallen. 
In diesen Räumen befinden sich gleichzeitig Artgenossen, die im sterben liegen, denn es ist ihre letzter Aufenthaltsstätte in der Gemeinschaft. 
Desweiteren sind die Kammern, in denen sich die Toten befinden, mit warzenähnlichen Auswüchsen bedeckt. Diese absorbieren die Nährstoffe aus den toten Ameisen. Somit erhällt auch die Ameisenpflanze ihre Einnahmen, also sprich ihre Miete. 

Kommen wir nun zu einer anderen Partnerschaft.
Pilze scheinen eine ungewöhnliche Partnerschaft zu sein.

Eine Partnerschaft mit Pilzen ist auch gefährlich, vorallem deshalb, da sie sich von Pflanzen ernähren. 
Pilze bilden eine eigene Lebensform und zählen nicht zum Pflanzenreich oder zum Tierreich. Wie bereits erwähnt, ernähren sich Pilze einzig und allein von Pflanzenkörpern. Sie können alle Substanzen auflösen, zum Beispiel:  Stein, Metall und sogar Plastik. 
Pilzsporen gibt es überall. Befindet sich die Borke des Baumes in einem schlechten oder angegriffenden Zustand, werden mit Sicherheit Pilzsporen in den Baum gelangen und sogenannte Fäden entwickeln.
Letztendlich fangen sie an, den Baum zu verdauen. Das Herzstück des Baumes verrottet langsam Der Pilz konserviert nur totes Gewebe. Unversehrt bleiben die lebenden Zellen. Alles was der Baum braucht ist die äußere Hülle. Diese steht und wächst weiter. Ein hohler alter Baum hällt Unwetter und Erschütterungen stand, jedoch ein gesunder voller Baum bricht auseinander. Weitere Vorteile, nehmlich die operativen Eingriffe der Pilze erlauben dem Baum ihre Lebensversicherung zu konsumieren.
Im hohlen Stamm des Baumes, bilden sich Wurzeln. Sie dringen in diesen Zylinder in die Erde ein, wo sie Nährstoffe sammeln, die der Pilz beim Verdauen ausgeschieden hat. Das ist aber nicht das einzige, was nahrhaft ist. In dem hohlen, alten Stamm verbirgt sich auch anderes Leben, denn Tiere haben sich dort eingenistet. 
Im obrigen Teil des Baumes haben sich Eulen eingerichtet und im inneren des Stammes hängen kopfüber Fledermäuse herunter.
Ihren Kot hinterlassen sie natürlich in dem hohlen Stamm. Alle Untermieter des Baumes, ziehen natürlich auch in den Wald, aber ihren Kot hinterlassen sie in dem hohlem Baum, der ihnen Schutz bietet. So erhällt der Baum aus anderen Quellen Nährstoffe, die außer seiner Reichweite liegen. 
Dank der Pilze, erreichen Bäume oftmals ein hohes Alter.
Tiere haben Pflanzen manchmal direkt oder indirekt ausgebeutet. Oftmals halten sich Pflanzen ihre Tiere zum Nutzen der Pflanzen.

Im Regenwald von Borneo geschied genau das. Kommen wir nun zu einem anderen Beispiel - der Rattanpalme. 
Keine Pflanze kann etwas ausrichten, wenn sie gefressen wird, es sei denn es handelt sich um die Rattanpalme. Um den Blattstiel der Palme stürmen Ameisen. Sie haben dort ihr Nest. Ameisen schlagen gleichmäßig im Takt gegen den Stiel der Pflanze und erzeugen somit ein lautes, pochendes Geräusch, welches man schon von weiten hören kann. 
Die Bisse dieser Ameisen können sehr bösartig, schmerzlich und sogar grausam sein. Man sollte wenn möglich niemals mit ihnen in Kontakt kommen.
Es ist sicher,daß auch pflanzenfressende Tiere diesen Lärm hören. Sie werden einen großen Bogen um den Baum machen. Somit bleibt die Spitze der Palme unangetastet, denn dies ist der verwundbarste Teil der Rattanpalme.

Kommen wir nun zu den Bäumen, um genauer zu sagen, zu riesiegen Fichten.

Es ist mitunter schwer zu glauben, aber ihre Anwesenheit hängt von den Pilzen ab. Ihr Partner befindet sich ganz tief unten. Sämlinge sind zum Scheitern verurteilt, wenn sie nicht das Glück haben, in der Nähe eines Pilzes heranzuwachsen. 
Dem kleinen Sämling wird Nahrung vom Pilz zugeführt und hat somit alle guten Vorraussetzungen zum Leben. Diese einzigartige Beziehung, diese Abhängigkeit voneinander wird nie unterbrochen. So können riesige Bäume nicht ohne fremde Organismen wachsen .
Ein Viertel Zucker und Kohlenhydrate, die von dem Baum in den Blattfabricken produziert wird, läuft durch den Stamm zurück, wo bereits Pilzpartner auf die Nährstoffe warten. 
In den Nadelwäldern existieren ca. 1.000 verschiedene Spezies. 
Partnerschaften mit Pilzen sind nicht nur auf die Bäume beschränkt. Selbst kleine Pflanzen sind von ihnen abhängig, zum Beispiel: Orchideen.
Pflanzen gehen auch enge Beziehungen mit Induviduen anderer Lebensformen ein. In den riesigen Regenwäldern zum Beispiel sind es Tiere, Ameisen, und Insekten. 
In den Nadelwäldern sind es  Partnerschaften mit Pilzen, die wir hier eher häufig antreffen. 
Es gibt auch Partnerschaften von Pflanze zu Pflanze. 
Abschließend möchte ich noch hinzufügen: denken sie einmal darüber nach, welche Wunder uns die Natur täglich beschehrt. Und wenn jeder ein wenig dabei hilft, diese zu schützen, wird sie uns erhalten bleiben, und es uns Danken.

 





2 Kommentare:

  1. Ja, so ist es, alle Wesen brauchen einander. Allein kann keines existieren.

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