Das Fundament des Lebens

Die Blätter sind die Favoriten, in die Pflanzen ihre Nahrung senden. Von der Sonne mit Energie versorgt, verbinden sie die einfachsten aller Rohstoffe, Luft, Wasser, und einige wenige Mineralien. Nur Pflanzen ist diese Fähigkeit gegeben. Es ist keinem Tier auch nur annähernd ähnlich gegeben und deshalb hängen auch alle Tiere direkt oder indirekt von der Nahrung ab, die Pflanzen in ihren Blättern erzeugen. Dieser Prozess ist das Fundament des Lebens. Durch die Poren dringt Licht in das Blatt. Wenn die Sonne aufgeht, beginnt der ganze Prozess von neuem. In einer Hecke zum Beispiel, bekommt die Pflanze, wenn die Sonne höher scheint genügend Licht, und alles was sie zum Leben braucht. Andernfalls, in einem dichten Wald ist es nicht so. Eine Pflanze die unterhalb des Kronendaches wächst, muß ihre Blätter dauernd auf die wechselden Lichtverhältnisse einstellen, um soviel Sonnenenergie wie möglich zu tanken. Darüber positionieren die Bäume ihre Blätter mit Genauigkeit zu einen eng sitzenden grünen Mosaik. Das Blätterdach der Bäume fängt das Licht ab, daß nur wenig hindurchdringt. Im unteren Bereich gibt es auch Schösslinge und Blätter der Bäume, die aber kaum wachsen. Sie warten auf eine günstige Gelegenheit, bis einer der großen Bäume zu Boden stürzt und eine Lichtflut bis zu ihnen dringen kann. Erst dann kann der kleine Schößling wachsen. Bis dahin aber muß er geduldig warten, manchmal viele Jahre, aber  es ist  eben zum Weiterwachsen zu wenig Licht. Es gibt einige Pflanzen die ihr ganzes Leben im halbdunkel verbringen. Eine Begonie zum Beispiel, wächst,setzt Blätter und blüht, und dies alles fast im Dunkeln. Sie haben rote Blattunterseiten, das bedeutet, daß das Licht, welches auf das Blatt fällt, nicht verloren geht. Es wird in das Blattinnere reflektiert. Somit wird das Sonnenlicht, welches ab und zu auf die Blätter der Pflanze fällt, maximal genutzt.
Neben dem Licht, brauchen Pflanzen noch Wasser und die Nährstoffe,die darin gelöst sind, um Nahrung für sich zu erzeugen. Sie entnehmen diese natürlich aus dem Boden. Während Blätter das Licht einfangen, dringen die Wurzeln in das Erdreich ein und suchen nach Feuchtigkeit. In einem Waldgebiet besteht das Erdreich aus einem einzigen Wurzelwerk, die von vielen verschiedenen Pflanzen stammen.
Wenn das Wasser viele Nährstoffe aus dem Erdreich lösen kann, dann wachsen manche Pflanzen zu Riesen heran. Zum Beispiel der Bergahorn, der zwanzig Meter in die Höhe schießt. Somit überragt er alle anderen Baumnachbarn und hat somit alle Vorteile die ein Baum braucht. Er breitet sein riesiges Laubdach über eine große Fläche aus und bekommt die Sonnenenergie gratis.

In den tropischen Regenwäldern stehen Pflanzen vor dem selben Problem. Denn dort ergießen sich die Niederschläge wie wahre Sturzbäche. Die Pflanzen müssen in den Regenwäldern einiges durchmachen und ihre Blätter besitzen eine Art Dachrinne, um das Wasser abzuleiten. Ansonsten würden die Pflanzen verfaulen. Einige haben spitze, glatte Enden, damit das Wasser ablaufen kann. Andere besitzen einen dichten Haarwuchs, der es ermöglicht, die Poren freizuhalten.

Pflanzen haben auch alle möglichen Verteidigungsstrategien erfunden. So zum Beispiel gibt es in Bornio viele kleine Mäuler die sich über die Pflanzen hermachen.
Manche Pflanzen haben auch nadelscharfe, riesige Stacheln hervorgebracht um Tiere abzuschrecken. Gegen eine Giraffe ist noch kein Dorn groß genug gewachsen. Sie weidet Blätter bis zu einer Höhe von vier Metern ab. Für die Pflanzen ist es sehr schwer, größer als ein Busch zu werden. Es ist den Dornen zu verdanken, daß die Akazien zu erwachsenen Bäumen heranwachsen. In Ost-Afrika, im Grasland bilden die Akazien die typische, charakteristische Krone aus. Da auch der Giraffe Grenzen gesetzt sind und sie nicht alles erreichen kann, spart die Akazie wertvolle Energie im inneren der Krone, indem sie dort wenige Dornen gebildet hat. Kommen wir nun zu einer Pflanze die wir alle sehr gut kennen, der Brennessel.
Pflanzen haben eine recht vielfältige Selbstverteidigung. Die Brennessel zum Beispiel, die wir bereits aus Kindheitstagen kennen, hat ein ausgeglübeltes Abwehrsystem. Der Grund dafür sind ihre schmerzhaften Brennborsten - komplexe Waffen. Manche Tiere machen genau wie wir Menschen, einen großen Bogen um sie. Mit so einer effektiven Bewaffnung können die Brennesseln in aller Ruhe wachsen und bilden bald ein ganzes Dickicht. Doch es gedeien zwei verschiedene Arten, meist zusammen. Eine weicht von der anderen etwas ab. Ihre weißen röhrenförmigen Blüten unterscheiden sich deutlich von den kleinen braunen der echten Brennessel, und ihre Blätter sehen auch wie von der echten Brennessel aus. Es handelt sich hierbei um keine Brennessel, sondern um eine weiße Taubnessel. Es ist eine Verwante von dem Thymian und der Minze. Die Taubnessel besitzt keine Brennborsten.

In der Wüste Süd Afrikas, ist eine Schildkröte immer auf der Suche nach Futter. Der Lebende Stein ahmt seine Umgebung täuschend nach. Diese Pflanze kann sogar ihre Farbe wechseln, um die der echten Lebenden Steine ähnlich zu sein. Kaum einem Tier fällt sie ins Auge.

Die Passionsblume setzt zu ihrem Schutz ebenfalls auf Mimikry, warscheinlich in der außergewöhnlichsten Form überhaupt. Täglich werden die Passionsblumen von Faltern aufgesucht. Ihre Blätter bedeuten Nahrung für die Raupen. Die Schmetterlingsweibchen legen nur auf diesen  Pflanzen ihre Eier ab. So ist sichergestellt, dass die Raupen, sobald sie aus den Eiern geschlüpft sind, reichlich zu fressen haben. Das Ei ist eine kleine hellgelbe Kugel. Da Raupen ungemein gefräßig sind, fressen sie jeden Teil der Passionsblume.
Weil ihre Jungen soviel Nahrung brauchen, legen die Passionsfalter keine Eier auf eine Passionsblume, die von einem Helikoniaweibchen bestückt wurde. Die Lage wird vor der Eiablage gründlich untersucht. Zur Abschreckung hat die Passionsblume gelbe Punkte hervorgebracht.
Eine andere Passionsblume hat sogar Schwindeleier auf ihren Stengeln der Blätter hervorgebracht. Das ist sicherlich eine der subtielsten Spielarten von Mimikry.

Kommen wir nun zu einer der brutalsten Verteidigungsstrategien. Der Adlerfarn ist vollgepummt mit einem Giftcoctail, daß jedes Säugetier, dass ihn frißt, mit hoher Warscheinlichkeit erblindet, oder an Krebs leidet. Da die Blätter mit Zyanit gefüllt sind, schreckt es die meisten Tiere ab, inklusive die Insekten. Wenn die Pflanze heranwächst, beginnt sie noch komplexere Gifte zu erzeugen. Sie können ungehindert wachsen und überwuchern ganze Landstriche Europas.

 Dornen, Brennborsten und Gift - nahezu eine perfekte Verteidigung.

Um das Sonnenlicht zu erhaschen, müssen sie ihre Blätter weit ausbreiten, und verteidigen ihre Blätter mit allen Mitteln.
An Straßenrändern wächst die Mimose, die in den Tropen anzutreffen ist. Sie greift vieleicht zu den radikalsten und dramatischsten Abwehrsystem überhaupt. Bei Berührung der Blätter, klappt sie diese blitzschnell zusammen.

Diese Fähigkeit sich plitzschnell zu bewegen, wird von einer Pflanze genutzt, um den Spieß umzudrehen.
Die Venus Fliegenfalle wächst in den sumpfigen Kiefernwäldern in den USA. Tiere fressen nicht sie, sondern sie frißt Tiere. Am Ende ihrer Blätter ist sie mit Härchen ausgestattet, die im Inneren als Auslöser dienen. Es gibt kein Entkommen, wenn die Insekten die Härchen berühren, denn dann schnappt die Falle zu. Der Todeskampf des Insekts stimmuliert die Pflanze, ihre Falle noch weiter zu schließen. In diesen Sumpf wachsen noch andere fleischfressende Pflanzen, genannt : Schlauchpflanzen. Wie die Venusfalle finden auch die Schlauchpflanzen in diesem ausgehungerten Erdreich kaum Nährstoffe. Somit ergänzen sie ihren Speiseplan mit Tieren.
Auch Schlauchpflanzen bauen ihre Fallen aus Blättern, die sie senkrecht zu einem Schlauch formen. Dieser füllt sich mit Wasser. Insekten, aber auch größere Tiere, zum Beispiel Frösche, die in den Schlauch rutschen sind zum Tode verurteilt, es gibt kein Entrinnen.

Sarazenien haben vergleichsweise einfache Fallen. Auf der anderen Seite der Welt leben fleischfressende Pflanzen die mit viel kunstvolleren Gebilden Beute machen. Es handelt sich hierbei um Kannenpflanzen.
Ihre Heimat ist Südostasien. Dort gibt es 70 verschiedene Arten und 30 davon leben nur auf der Insel Bornio. Hier lebt auch die größte und spektakulärste von ihnen, die Riesenkanne.
Sie enthällt 2 Liter Wasser und ist so groß, dass sie nicht nur Insekten sondern auch Nagetiere fängt, zum Beispiel Ratten.

Das größte und schwerste Lebewesen auf der Erde ist  der Riesenmammutbaum. Sie leben zwar nicht so lange aber fast so lange wie Borstenkiefern, 3000 Jahre und werden 100m hoch. Sie legen jedes Jahr so viel Holz zu, wie in einem normalem  20m hohen Baum Wuchs steckt. Die wirklich großen Exemplare wiegen mehere tausend Tonnen.




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